Coriolan-Tagebuch:

(Der Verfasser dieses Tagebuchs vertritt nur seine eigene Meinung. Fragen, Kommentare, Kritik, Rückmeldungen und Anregungen zum diarium bitte an: inform@coriolan.in)

22.04.2019, Ostermontag

Ab morgen: Ferien!

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Von einigen Kommentatoren wird die Katastrophe von Notre-Dame völlig überbewertet, der Symbolgehalt ins Groteske überhöht. Patriotenkitsch vom Feinsten. 

Noch vor zwei oder drei Generationen wäre das Ereignis als ein Wunder in die Geschichte eingegangen. Trotz eines heftig wütenden Feuers, kam schließlich kaum ein Mensch zu schaden. Der Wiederaufbau ist ebenfalls beschlossene Sache.

Alles halb so wild also, davon hätte sich früher niemand kirre machen lassen. War man doch gerade in Europa echte Katastrophen gewöhnt. Kriege, Seuchen, damals glaubte man noch an biblische Plagen und das Jüngste Gericht. Eine Zeit, als es noch keinen Massentourismus gab, und Kirchen tatsächlich vorwiegend als Bethäuser genutzt wurden. Till-Lucas Wessels über eine Notre-Dame-de-Paris-Besichtigung: 

“Ich versuchte damals vergeblich, mich dem Zauber der Mauern zu öffnen, aber nichts drang mehr durch das Schlurfen und Kichern, das Husten und die künstlich erzeugten Auslösergeräusche der Smartphone-Kameras hindurch.”Till-Lucas Wessels

Das wäre der passende Zeitpunkt für eine Tempelreinigung gewesen, bloß wer soll die veranlassen, wenn Gottes Sohn gerade unpässlich ist?

“Und als er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm einer seiner Jünger: Meister, siehe, was für Steine und was für Bauten! Und Jesus sprach zu ihm: Siehst du diese großen Bauten? Hier wird nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde.” – Mk. 13, 1-2

Soweit ist es ja noch nicht gekommen, das Gerüst der Kirche hat das Feuer überstanden. Selbst Pessimisten müssten an der Stelle aufatmen, und sagen: “Glück im Unglück”.

Rien de nouveau sous le soleil. Neu ist vielleicht die Jammerhaltung einiger Zeitgenossen, die das Wunder von Notre-Dame in ihrer Schwarzseherei mit einer “Katastrophe” verwechseln.

Beim großen Erdbeben von Lissabon, gab es noch Schäden auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches, und der zu jener Zeit im Knast sitzende Giacomo Casanova, beschreibt in seiner Biografie, wie das bleierne Dach über dem Dogenpalast in Venedig vibrierte. Telemann hat dazu die “Donner-Ode” vertont.

Der Brand von Notre-Dame hingegen war genau das, was Till-Lucas Wessels in seiner Rückschau bemängelt. Ein “Live-Event” für Gaffer auf der ganzen Welt. Aber eine Katastrophe? Der Große Brand von Hamburg vertilgte ein Viertel der damaligen Stadtfläche und machte 20.000 Menschen obdachlos. Das Feuer der Kathedrale Notre-Dame de Paris wird dagegen das französische Bruttosozialprodukt steigern, ohne daß dafür jemand bluten muss.

“Wer weiß schon wirklich, welche Kräfte so ein Gebetsgesang entfesseln kann, wer kann schon abschließend sagen, ob die Rettung eine gute Tat war, oder gar ein Sakrileg gegen eines der letzten schrecklichen Fanale, die das Abendland noch hätten erschüttern können?” – Till-Lucas Wessels

Bei allen Verwerfungen, zu der die Multi-Kulti-Ideologie führte und noch führen wird, sind die Europäer gut beraten, die Relationen nicht aus den Augen zu verlieren. Der Verlust des Original-Dachstuhls der Pariser Notre-Dame-Kathedrale ist ein “First-World-Problem”.

Für uns Deutsche wäre es weitaus tragischer gewesen, wenn das Liebfrauenmünster von Straßburg einem solchen Fiasko zum Opfer gefallen wäre. Bei einem gnädigeren Verlauf der Geschichte, wäre diese Kathedrale heute ein deutsches Nationalheiligtum.

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Lottogewinne sind bei mir so rar, daß ich mir den zufälligen vom vergangenen Samstag rot im Kalender anstreichen muss.

19.04.2019, Karfreitag

“Gestern Abend beim letzten Abendmahl im Trierer Dom, gab es eine interessante Fürbitte, eine für die, dich sich für nichts zu schade sind, und eine für die, die sich für vieles zu schade sind.”

Ganz in diesem Sinne, bete ich für Bischof Ackermann, der sich nicht zu schade war, einem ungezogenen Lümmel, zu diesem Anlass mit einer Jogging-Hose und “Sneakers” bekleidet, die Füße zu waschen. 

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Das regelmäßig bei Sezession im Netz erfolgende Heranziehen von angloamerikanischen Philosophen, zeigt die ganze Misere der deutschen Intelligenz im 21. Jahrhundert. Vor hundert Jahren, bevor man sich unter die Hegemonie der englischsprachigen Welt drücken ließ, waren die Deutschen immerhin noch selbstbewusst.

“Was man die deutsche Mentalität nennt, hat sich berüchtigt gemacht und ist trauriges Zeugnis der Prinzipien- und Herzlosigkeit, des Mangels an Logik und Präzision, vor allem aber an instinktiver Moral. 1914: kaum eine offizielle Persönlichkeit, die sich nicht kompromittierte. Pastoren und Dichter, Staatsleute und Gelehrte wetteiferten, einen möglichst niedrigen Begriff von der Nation zu verbreiten.” Hugo Ball, Zur Kritik der deutschen Intelligenz

Es kann kein Zufall sein, daß die Deutschen hundert Jahre später unter umgekehrten Vorzeichen ihre Fehler wiederholen, denn die Mentalität eines Volkes, ist das, was sich schlechterdings am wenigsten verändern lässt. Die schlechten Charaktereigenschaften, die die nationalsozialistische Herrschaft ermöglichten, der ganze Herdentrieb und die Unterwürfigkeit gegenüber dem Staat, leider ist es da wie eh und je.

“Uns ist die Aufgabe gestellt, zu untersuchen, ob der deutsche Geist auf Befreiung oder aufs Gegenteil drang.” – Hugo Ball, ebenda

Befreiung, dieses Wort ist für die allermeisten Deutschen zu einem Fremdwort geworden. Wer sich für frei hält, wie etwa ein Vogel im goldenen Käfig, dem kann naturgemäß kein Gedanke an Befreiung kommen. Es käme also zunächst darauf an, zu klären, ob die Deutschen heute im Jahre 2019 als Volk und Individuen denn frei sind, oder eben nicht.

Beantwortet man diese Frage für sich selbst abschlägig, stellt sich die Frage, wer für die Unfreiheit der Deutschen verantwortlich zeichnet.

Dieser Frage jedoch gehen die wenigsten Deutschen nach, wobei wir wieder bei der Mentalität wären, die den Eingeborenen Deutschlands zu eigen ist. Und wir wären wieder bei dieser unseligen Angewohnheit von Sezessions-Autoren, ausgerechnet dort wo es um europäische Herzensangelegenheiten geht, auf Autoren der englischsprachigen Welt zurückzugreifen. Eben so, als stünden wir als Deutsche, Franzosen, Italiener oder Niederländer in einem gleichberechtigten, ebenbürtigen Bund mit den Anglos. So, als gehörten sie zu uns.

Offenkundig gehen davon alle Deutschen aus, man glaubt fest daran.

Ich brauche jedenfalls keine Autoren aus Übersee, um mir Vorgänge erklären zu lassen, die innereuropäische Angelegenheiten sind, und damit Amerikaner und auch Briten nichts angehen. Und ich brauche englischsprachige Schreiber insbesondere dort nicht, wo es um das Katholische geht.

Letzte Woche hat sich, wie schon erwähnt, Papst Benedikt VXI. zum Mißbrauch in der Katholischen Kirche zu Wort gemeldet, und seine Schrift ist im Weltlichen eine Steilvorlage für die Neue Rechte. Bisher habe ich aber noch keinen politischen Kommentator gesehen, der sich damit befasste. Warten wir halt, bis der von der Sezession empfohlene Philip F. Lawler sich der Sache anzunehmen erbarmt.

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Gestern Abend beim Letzten Abendmahl im Trierer Dom, gab es eine schöne Fürbitte, eine für die, dich sich für nichts zu schade sind, und eine für die, die sich für vieles zu schade sind. Herr, erhöre uns. In diesem Sinne allen Coriolan-Lesern ein gesegnetes Osterfest.

18.04.2019, Gründonnerstag

“Die Aktualität dessen, was uns hier die Apokalypse sagt, ist offenkundig. Es geht heute in der Anklage gegen Gott vor allen Dingen darum, seine Kirche als ganze schlechtzumachen und uns so von ihr abzubringen. Die Idee einer von uns selbst besser gemachten Kirche ist in Wirklichkeit ein Vorschlag des Teufels, mit dem er uns vom lebendigen Gott abbringen will durch eine lügnerische Logik, auf die wir zu leicht hereinfallen.” – Papst emeritus Benedikt XVI.

Das schrieb Benedikt XVI. vor der Katastrophe von Notre-Dame de Paris, wohlgemerkt. Jetzt wird die Kirche in 5 Jahren, wie Rothschild-Bückling Macron versprach, neu und besser gemacht

Aber nein du dummer, alter Papst. Wir sind alle super aufgeklärt, haben die ganze Welt und ihre letzten Geheimnisse enträtselt. Wir wissen, alles relativiert sich. Vor allem uns Deutschen, von Demokratie im Guten, und Nationalsozialismus im Bösen geprägt, kann man doch längst nichts mehr vormachen. Scharfsinnig, individualistisch, frei wie wir heute als moderne Bunzelbürger sind, bleiben wir lieber zunächst einmal “sehr skeptisch bzgl. der Theorie eines Anschlags/Brandstiftung” – denn wir wollen uns doch nicht von den Wahrheitshütern der etablierten Medien nachsagen lassen, wir wären mit einem “Aluhut” unterwegs. Wir wollen natürlich auch keine Schlafmichel sein, aber daß wir keiner Verschwörungstheorie – anders gesagt einem Aberglauben – anhängen wollen, versteht sich von selbst. Daher der kramphafte Versuch, seriös – man könnte auch sagen: demokratisch – zu wirken. Das ist, als ob es eine gute Idee wäre, sich auf die Spielregeln seiner Todfeinde einzulassen.

Die alles durchdringenden Gedanken bei mir, während Notre-Dame in Flammen stand: Das kann kein Zufall sein! Dann erst der leise Zweifel: Oder doch?

Geht man nach der Expertise von Benjamin Mouton, dem ehemaligen hauptverantwortlichen Denkmalpfleger der Kathedrale von Notre-Dame, ist ein Zufall ausgeschlossen. Das Unglück hätte nicht geschehen dürfen, und dennoch ist es geschehen.

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Zum Vorigen: Ich weiß jetzt leider nicht mehr genau, wie Dr. Dr. Thor von Waldstein den politischen Durch- und Weitblick der Bunzelbürger im Einzelnen beschrieb, summa summarum spricht er ihnen links wie rechts durchweg die nötige Reife ab. Politikbettnässer, kurz gesagt.

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Die wiederholte Lobpreisung von Martin Lichtmesz in den Kommentarspalten bei Sezession im Netz, erscheint einem so langsam überflüssig. Er ist ein ausgezeichneter Schreiber. Aber muß das wirklich nach jedem Beitrag euphorisch wiederholt werden? Autoren sind keine Popstars. Zudem: Könnte die Sezession etwas mit “Diversity” anfangen, würde vielleicht mal ein anderer Schreiber ein bedeutendes Ereignis abhandeln. Die breite Mehrheit der Deutschen will schließlich auch Vielfalt, kann ich mich in dem Fall anschließen.

Das war spaßhaft gemeint, aber alles in allem fehlt mir persönlich bei der Sezession nach wie vor die gedankliche Konsequenz, auch wieder im Zusammenhang mit Notre-Dame, was wir Festlandeuropäer der englischsprachigen Welt zu verdanken haben. Papst Benedikt hat in seiner Schrift zum Mißbrauchskandal der Katholischen Kirche einige Andeutungen im Hinblick auf die USA gemacht, die man selbst mit viel gutem Willen nicht mehr überlesen kann.

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“Ich weiß, wem Europa, seine Kultur und christlichen Fundamente im Weg sind, und wer beides unbedingt weghaben möchte, um auf den Ruinen die Vereinigten Staaten von Europa und danach die Weltrepublik zu errichten.

Der Brand läßt die Handschrift Wilsons, Churchills, Roosevelts, Trumans, Eisenhowers und des Grand Orient erkennen. Ob es wieder die angloamerikanisch und liberalkapitalistisch orientierten Demokraten gewesen sind, kann man jetzt noch nicht sagen. Aber das ist die nach Lage der Dinge wahrscheinlichste Hypothese, der unbedingt mit aller gedanklichen Konseqzuenz und recherchierenden Unerschrockenheit nachgegangen werden muß.” Tempranillo

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Als im Trierer Dom vorhin die Zeremonie zum Letzten Abendmahl eröffnet wurde, schossen mir die Tränen in die Augen. Lag mit Sicherheit nur am Weihrauch.

17.04.2019

Oft brütete ich in den letzten Monaten über die Frage, was ich diesem öffentlichen Tagebuch noch anvertrauen soll, und was lieber nicht. Daß ich, so Gott will, dieses Jahr  zum ersten Mal Vater werde, wen interessiert’s; und schlimmer gar, man stelle sich vor, alle Welt spräche darüber. Das Private nur am Rande also, was bleibt dann noch? Die Politik, selbstverständlich. Doch dazu habe ich das Grundsätzliche gesagt. Wer es nachlesen wollte, hätte es kinderleicht. Solange sich die Ausgangslage nicht ändert, ist dem wenig hinzuzufügen. Ich müsste mich stets wiederholen. Aber auch hier: Wen interessiert es letztlich? Bliebe die Kultur und die Religion. 

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Zu der Physiognomie der 68er Revolution gehörte, daß nun auch Pädophilie als erlaubt und als angemessen diagnostiziert wurde. – Benedikt XVI., VATIKANSTADT , 11 April, 2019

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Fide, sed cui, vide!

16.04.2019

Einige Gedanken zur Kathedrale von Notre-Dame zu Paris, bei der gestern, am 15. April 2019, der Dachstuhl spektakulär abbrannte:

Noch während das Feuer wütete, schlossen die verantwortlichen Sprecher Brandstiftung als Ursache aus, von einem “unabsichtlichen Schaden” war die Rede. So eine Polizei wünscht sich wohl jeder Mörder, ein Freispruch bevor das Opfer obduziert wurde.

Das symbolträchtige Feuer, das den Mittelturm der Notre-Dame-Kathedrale auf dem Gewissen hat, fiel in eine Zeit, in der katholische Kirchen überall in Frankreich Angriffen und Vandalismus ausgesetzt sind. 

Keiner hat vor zu verallgemeinern, oder alle über einen Kamm zu scheren, aber es gibt Juden und Mohammedaner, die das vorgezogene Osterfeuer der Christen schadenfroh kommentieren. 

Jeder der Notre-Dame schon einmal besichtigt oder auch nur davor gestanden hat, muss diese Erinnerung aktuell mit der ganzen Welt teilen.

Kommentierende, die im Zusammenhang mit dem Brand von Notre-Dame die Mißbrauchsfälle der katholischen Kirche ins Zentrum aller Überlegungen stellen, passten hervorragend ins Mittelalter. Damals hätten sie aber zu den schärfsten Hexenverfolgern gezählt.

15.04.2019

“Man liest auch hier oft von „westlicher Zivilisation“, „westlichen Werten“, die es zu verteidigen und von mangelnder Demokratie, die es wieder zurückzugewinnen gelte.

Am Ende ist es vielleicht gerade dieses Verfangensein in wohlklingende (und uns einschläfernde) Ideen und Schlagworte welches uns in diese schlimme Situation gebracht hat?”Valjean72

Die Amerikanisierung ist in Westdeutschland praktisch abgeschlossen. Wie allumfassend dieser Vorgang auf die Sinne der Deutschen einwirkt, wird selten beachtet. Geistig und kulturell gesehen, gibt es in der BRD nichts mehr zu verteidigen; nur das, was die Siegermacht uns brachte. Der Ruf des Eigenen ist schlecht. Hochrangige Politiker halten ihr Heimatland für ein Produkt der Exkretion, und schreien es heraus: “Nie wieder Deutschland”. Keiner liebt das Land, auch nicht Rammstein.

Wer will diesen traurigen Überrest einer einstigen Kulturnation schon retten, der heute als >>Deutschland<< gilt!? Das süße Gift des Amerikanismus hat den Patienten zwar todkrank gemacht, aber diese Erkenntnis fehlt allenthalben. Die Zahl derer, die überhaupt ein Empfinden für deutsche und europäische Kultur besitzen, hat drastisch abgenommen. Daher werden Islamisierung und Afrikanisierung nicht als Folgekrankheiten begriffen.

Gewöhnliche Bundesdeutsche genießen das amerikanische Lebensgefühl bewusstlos. “Soft Skills” verursachen keinen Leidensdruck, so wird die Besatzung durch amerikanische Streitkräfte maximal als notwendiges Übel aufgefasst. Wie leere Hüllen sind viele Westdeutsche, durch zahlreiche Denk- und Sprechverbote einerseits, und zivilreligiöse Formeln wie Menschenwürde, Menschenrechte, Antisemitismus andererseits, zu unkritischen Konsumenten und Arbeitsbienen erzogen. Demokratisch abgerichtet. Der Einwand, das habe nicht – oder nicht nur – mit der Amerikanisierung zu tun, wirkt so überzeugend, wie die Schutzbehauptung eines unverbesserlichen Trinkers, der meint, seine vielfältigen Probleme kämen nicht vom Saufen. Nicht nur, zumindest.

20.03.2019

“Dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, wird als Tatsache anerkannt” – Einwanderung als Chance: Mehrheit der Deutschen befürwortet Migration

Klaro ist es eine Tatsache, dass die Bundesregierung aus Deutschland ein Einwanderungsland gemacht hat. Die Umvolkung ist Tatsache. Wenn die Grenzen für alle Welt offen sind, es unendlich viel Gastgeschenke gibt, geschieht eben genau das: Menschen wandern ein. 

Die Frage, mit welchem Recht die Täter Deutschland zu einem Einwanderungsland mach(t)en, und ob sie dafür nicht strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen sind, bleibt leider ungeklärt.

19.03.2019

Denken Moderatoren, Kommentatoren und sonstige Berufsschwätzer eigentlich mal darüber nach, was man später über sie sagen und schreiben wird? Bei SWR2 “Essay” lief gestern Abend eine Hördokumentation, bei der eine Sprecherin genüsslich das Privatleben von Adalbert Stifter umwertete. Gleich zu Beginn wird der Schriftsteller regelrecht denunziert und ausgeleuchtet, wo es doch um Stifters “anthropofugale Erzählkunst” gehen soll. Zu der kommt man später auch. Der Hörer soll aber erst erfahren, daß der Schrifsteller ein häßlicher, narbenübersäter Fettsack war, der sich zu Tode fressend, von seiner Ehefrau ausgenutzt und nach seinem Selbstmord nicht betrauert wurde. Die Briefe an seine Vermählte, an ihnen ist “alles falsch”, aber es handle sich um eine “komplizierte Falschheit” [sic!]. Nach dieser eindeutig geschichstsrevisionistischen Umdeutung des Privaten, geht es schließlich um die Sache, also um Adalbert Stifters Schreiberei. Ob es wohl der Wunsch der Macher solcher Essays wäre, daß man sich ihrer Arbeit später auch einmal auf diese Weise annimmt?

18.03.2019

Am rechten Rand! – Falls mal einer fragt, wo Fischers Fritz nach frischen Fischen fischt.

25.02.2019

Die Würde des Menschen ist ungenießbar.

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Zitat aus einem Interview mit der Überschrift “Ich sehe keine Integration mehr”.

“Afghanen wollen unter Afghanen bleiben, Türken unter Türken und Marokkaner unter Marokkanern”Ingrid König

Solche Aussagen sollten wie ein Flush auf dem Flop zur Kenntnis genommen werden. 

17.02.2019

Menschenwürde, für den „rechten Flügel“ eine echte Hürde, sie bricht dem Volk gnadenlos die Lendenwirbel. Der Einzelne über das Kollektiv – als ob Sie das nicht kennen würden. Patrioten werden sich in diesem Punkt noch länger irren. Wo sich Aufrechte türmen, und keine Bettnässer das bundespolitische „Alle meine Entchen“ üben, bleibt dem System nur das Fälschen und Lügen.

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Die Würde des Menschen ist ein Machtinstrument, und sonst nichts.

15.02.2018

Nur ein vielseitig ausufernder Bevölkerungsbegriff, dem eine multikulturelle Konzeption zugrunde liegt, garantiert die Grundgesetzmenschenwürde.

14.02.2019

Grundgesetzkonformität ist frigide.

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Kennen Sie Ferien für den Geist? Wenn nicht, machen Sie mal eine Denkpause.