Keine Wahl für Coriolan

Je näher der Tag der Bundestagswahl 2017 in der Bundesrepublik Deutschland nun rückt, desto mehr Fieber und gespannte Ungeduld kann man in der bundesdeutschen Bevölkerung wahrnehmen…

Es ist einmal das demokratische Pressewesen rund um die ARD, ZDF und die “Bild”, das diese Massenhysterie erzeugt, sowie die Parteien, und selbstverständlich zeigt sich an den Reaktionen, die aus der Gesellschaft heraus überall wie gewohnt kurz vor dem Urnengang sicht- und hörbar werden, wie sehr man es bei Demokratie mit einer politischen Ideologie zu tun hat, die real und lebendig ist.

Im Vorfeld der Wahl haben viele Menschen aus allen politischen Lagern der BRD beklagt, daß die Demokratie in Gefahr sei, manche gingen sogar soweit zu behaupten, wir hätten in der Bundesrepublik gar keine Demokratie, andere verstiegen sich zu der Aussage, dieses politsche Allheilmittel sei verschwunden, oder von der “Diktatorin” Angela Merkel beseitigt worden.

Alle die so denken, werden bei Coriolan bedauerlicherweise enttäuscht werden, und – diese Warnung gebe ich gutgemeint mit auf den Weg – sollten an dieser Stelle besser nicht weiter lesen…

Herkömmlicherweise ist es nämlich so, daß jeder Mensch, der in der Bundesrepublik der Nachkriegsgeschichte sozialisiert wurde, sein ganz eigenes Verständnis von Demokratie hat, ein ganz eigenes Bild, wie sie auszusehen hat. Der gemeinsame Nenner im Volk, ist nur das Wissen, daß man wählt oder abstimmt, um Mehrheiten zu erzielen, woraus sich angeblich eine Souveränität und Herrschaft des Volkes ableiten lassen soll. Nicht selten hat man das demokratische Denken soweit verinnerlicht, daß man auch im Familien-, Bekannten-, oder Freundeskreis “fair” darüber abstimmt, in welchen Zoo man am Wochenende fährt, oder wer den Biernachschub zur Tankstelle holen geht.

Solchen Firlefanz gab es indes im alten Europa nicht, und der Grund dafür liegt auf der Hand: Die alten Europäer waren nicht demokratisch indoktriniert. Selbst wenn die Demokratie tatsächlich das Beste aller politischen Modelle darstellen sollte, muß man sich darüber im Klaren sein, daß man jederzeit einer Ideologie folgt, die mit allerlei Bedingungen verknüpft ist.

Diese Bedingungen, die bindend sind, sollten näher beleuchtet werden. Im Bundestagswahlkampf 2017 war es kinderleicht, die Agenda und Direktiven der sogenannten “Altparteien” zu durchschauen. Es sollte aber nicht zu kurz gedacht werden. Um die Demokratie zu verstehen, muß man den Blick zurückschweifen lassen und nach vorne schauen. Es gilt dauerhafte Erkenntnisse über die Funktionsweise des bundesrepublikanischen Parlamentarismus zu gewinnen, die zu konkreten Feststellungen und Schlußfolgerungen führen:

Adolf Hitler/wikicommons

Bei der Betrachtung einer politischen Ideologie, kommt man nicht umhin, sich mit den Grundwerten des betreffenden Systems zu beschäftigen. Mit den Grundwerten der Demokratie, und den Grundwerten der Republik, die nebenbei bemerkt nichts mit einer Nation gemein hat. Nicht um Hitler und den Nationalsozialismus geht es, und es spielt da überhaupt keine Rolle, wer die Feststellung traf. Entscheidend ist, ob die Ausage stimmt. Nicht was bei Maischberger, Illner oder Anne Will parliert wird, ist von entscheidender Bedeutung, sondern das, was man selbst in der Realität wahrnimmt.

Es wird da in den Demokratien des Westens seit jeher viel über Freiheit, oder besser noch Meinungs-, Religions- oder Geschlechterfreiheit bzw. Gleichberechtigung gesprochen. Neben dem Handel, und der Wirtschaft, versteht sich. Die Menschen-rechte und -würde, wer könnte darauf als Demokrat verzichten? Es sind dies aber nur abgedroschene Phrasen, mit denen die nichtdenkenden Menschen in den Bann gezogen werden sollen. Man hat es hier mit universellen Werten zu tun, die durch den angloamerikanischen Exzeptionalismus in alle Welt verbreitet wurden, und mit dem Antirassismus stramm im Gleichschritt des Globalismus marschieren.

Dieser Globalismus hat langsam aber stetig in den vergangenen zweihundert Jahren dafür gesorgt, daß es heute auf Mütterchen Erde nur noch eine Handvoll “souveräner” Staaten und Völker gibt, wohingegen sich der Rest der Welt unter der Kontrolle der demokratischen Globalisten befindet. An dieser Einsicht führt kein Weg vorbei, und es sind klangvolle Namen wie EU, USA und UNO, die nach außen hin die seriösen “demokratischen” Institutionen mimen. Hinter den Masken verbirgt sich aber überall ein mafiöser Verbrecherverein, der vor allem dazu da ist, die bestehende Weltordnung der Gelddiktatur und Knechtung der Menschheit weiter aufrecht zu erhalten.

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Hervé Ryssen: Das Ziel der Globalisten ist es, die verwurzelten traditionellen Kulturen zu zerstören, um eine einheitliche Welt zu erschaffen.

Das Endziel, auf das man ebenfalls seit vielen Jahrzehnten mühsam aber zielstrebig hinarbeitet, ist ein Weltstaat, bei dem die althergebrachten Nationalstaaten der Geschichte angehören.

Die Masse des Volkes hat aber nur die schönen Köder, die zuvor ( Menschenrechte! ) aufgezählt wurden, geschluckt, und zudem immer das für gewöhnlich als braun empfundende Dunkeldeutschland im Hinterkopf, das einen erwartet, wenn man es wagt, Alternativen zur Demokratie zu denken.

Aus diesem politischen Klebstoff, bildet sich eine nicht zu unterschätzende Denkfalle, der selbst die Klügsten nicht zu entgehen vermögen.

Woran man sich in seiner mehr oder weniger naiven Haltung zur Demokratie festklammert, ist das Versprechen, daß das Volk entscheidet, was in einer Demokratie geschieht, was schließlich die Volkssouveränität herbeiführen soll. Dem hat Patrick Buisson, der ehemalige Berater des früheren französischen Präsidenten Sarkozy eine Absage erteilt:

Brutus: “Patrick Buisson, Sarkozys Berater und Wahlkampstratege, der im Elysée-Palast ein und ausging:

*Die demokratische Regierung ähnelt einer repräsentativen Regierung, die weder repräsentativ ist noch regiert*, (La cause du peuple, S. 758).

Das hänge mit der Abgabe von Souveränitätsrechten an supranationale Instutionen wie Welthandelsorganisation und EU zusammen.

Kapitelüberschrift auf S. 761:
Zitat von Patrick Buisson
Un « kratos » sans « dèmos »
*Kratos ohne Demos, Herrschaft ohne Volk.*

Besser kann man nicht definieren, was Demokratie bedeutet.”

Um auf die Bedingungen zurück zu kommen, die der Demokratismus vorgibt, so lässt sich alles auf eine ganz simple Formel reduzieren: Alles was dem Einheits-Weltstaat in den Füßen ist oder im Weg steht, muß über kurz oder lang beiseite geräumt werden. Es bedarf dazu keiner Hast, wie dieses Ziel erreicht werden soll, hat u. a. der damalige Euro-Gruppen-Chef und heutige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vor einigen Jahren verständlich erklärt:

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“Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.” – in Die Brüsseler Republik, Der Spiegel, 27. Dezember 1999.”

Einen ebenso vielsagenden wie aufschlußreichen Einblick gewährte auch der EU-Baumeister Guilano Amato, der an den Lissabon-Verträgen tatkräftig mitwirkte.

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„… Ich denke nicht, dass es eine gute Idee ist, diese langsame und effektive Methode zu ersetzen – sie hält die einzelnen Nationen frei von Angst, während sie ihre Macht abgeben – in großen institutionellen Sprüngen… Deshalb bevorzuge ich, es langsam anzugehen, die Souveränität stückchenweise aufzubrechen, um einen schroffen Übergang von nationaler zu föderaler Macht zu vermeiden. Ich denke, dies ist das Mittel, mit dem wir Europas gemeinschaftliche Politik bauen werden müssen.“

Der italienische Premierminister Giuliano Amato, vor seiner Wahl als Vize-Präsident des Europäischen Konvents, im Gespräch mit Barbara Spinelli,

La Stampa, 13.07.2000

Hierbei  kann es kein Vertun geben, diese Sätze sind nicht aus dem Zusammenhang gerissen, und Bürger die bei klarem Verstand sind, sollten sie richtig einzuschätzen wissen. Wer die Souveränität eines Volkes aufbrechen will, greift es in seiner Substanz an, und so kommt die Kultur des betreffenden Volkes zwangsläufig unter globalistischen Beschuß. Dazu der ultrareiche “Kosmopolit” Bernard-Henri Levy:

wikicommons

„Selbstverständlich sind wir entschieden kosmopolitisch. Selbstverständlich ist uns alles Bodenständige, die Bourrée [Anm. d. Ü.: frz. Tanz], der bretonische Dudelsack, kurz gesagt alles typisch Französische oder Fahnenschwenkende, fremd und sogar zuwider. Vaterländer aller Art und der ganze altmodische Plunder in ihrem Gefolge“ widern ihn in höchstem Maße an: „All das ist nichts weiter als ein furchtsamer und verklemmter Rückzug auf die armseligste Identität. (…) Patois zu sprechen, im Takt der Bourrée zu tanzen und zum Klang von bretonischen Dudelsäcken zu marschieren (…) so grenzenlose Dummheit ist widerwärtig.“

Daher ist es so verwerflich, ein Gestriger, oder gar Ewiggestriger zu sein. Denn im Gestern war die Welt ja noch ganz anders, natürlich, und dieses natürliche Gestern des alten Europas, lässt sich – man kann einen Handstand oder Purzelbaum aufführen – niemals mit dem totalitär technokratischen und vereinheitlichtem Morgen vereinbaren, das diesen demokratischen Eliten, wie Merkel oder in Frankreich Macron, und den Finanziers, wie Levy, aus dem globalistischen Banken- und Konzerngewerbe, vorschwebt.

Die häßliche Fratze der Demokratie offenbart sich im kosmopolitischen Bekenntnis eines Bernhard-Henri Levy genauso wie bei einer Hillary Clinton, die über den Tod von Muammar Gaddafi lacht und wie immer bei diesem finster-reaktionären Herrschaftssystem, läuft es hinterum eiskalt auf Völkermord hinaus. Sowie die Geldherrschaft, gehört das Ausrotten von Völkern und Kulturen bei allen demokratischen Unternehmungen zum guten Ton, es ist Bedingung.

Viele sagen nun, einige sind sogar sehr persönlich an mich herangetreten, daß es Pflicht sei, am 24. September die Alternative für Deutschland zu wählen. Vielerorts ist von einer Schicksalsawahl die Rede. Ja, man hat sich sogar über mich lustig gemacht, weil der lupenreine Demokrat und Kanzleramtsminister Altmaier empfahl, man soll doch bitte wenn schon keine der “demokratischen” Parteien, lieber gar nicht wählen, und ich dieser Empfehlung nachzukommen gedenke.

Doch:

“Demokratie ist nur ein anderes Wort,
Für ewigen Krieg und Völkermord.”

Für Coriolan gesprochen, es ist schon zuviel geschehen, der Vertrauensverlust in die Demokratie ist so groß, daß das Mißtrauen deutlich überwiegt. Und so wähle ich nicht mehr. Keine Wahl für Coriolan.

Quellen:

wikicommons ( Bilder )

https://www.counter-currents.com/2011/08/die-religiosen-ursprunge-des-globalismus/

https://www.egaliteetreconciliation.fr ( Bild von Herve Ryssen )

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15317086.html

www.politikarena.net

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