Herbst in Deutschland, Bundesrepublik im Herbst

Romantische Herbstbilder stehen nicht nur bei Twitter und Facebook hoch im Kurs. Daß breite Massen der Bevölkerung kein Gespür mehr für die Bedeutung der Jahreszeiten haben, ist eine vielsagende Begleiterscheinung der technologischen Moderne.

Herbst symbolisiert Sterben

Es steht zu bezweifeln, ob die Mitteleuropäer den Herbst in früheren Jahrhunderten als schön empfanden. Bei genauer Betrachtung, symbolisiert der Herbst zunächst das Sterben. Die Blätter fallen nicht vom Baum, um für Fotografen Modell zu stehen. Bäume und Büsche, die sich den Sommer über im besten Licht präsentierten, stehen plötzlich nackt da wie eine antike Skulptur. Der Entzug des Sonnenlichts, die Kälte, und der Wind, bringen den Tod, der über viele Jahrhunderte in den hiesigen Gefilden mit dem Winter Einzug hielt.

Zu den Folgen von Globalisierung und technologischer Revolution gehört der individuelle und kollektive Verlust des Empfindens für die Gezeiten. Das Medienkartell in der Bundesrepublik Deutschland, verliert sich als Reaktion darauf in einer fragwürdigen und einseitigen Klimawandel-Propaganda, die man dem deutschen Volk allerorten in Dauerschleife serviert.

Cato und die Republik

Herbst in Deutschland, und die BRD im Herbst. Deutschland und sein Volk könnten den Frühling wiedersehen, für die Bundesrepublik Deutschland jedoch wird der unaufhaltsame Winter endgültig sein. Den Verantwortlichen des neuen Magazins CATO scheint dies bewusst zu sein.

Cato der Jüngere, trat im alten Rom als Bewahrer der Republik auf, konnte den Aufstieg Caesars aber nicht aufhalten. Sein Leben endete der Geschichte nach im Freitod, aus Protest und Widerstand gegen den neuen Herrscher. Die Parallelen zur BRD ziehen die Autoren bei CATO schon in der ersten Ausgabe. David Engels, Professor für römische Geschichte, schreibt:

Manchmal ist es besser, angesichts eines scheinbar unabwendbaren Schicksals konstruktiv, realistisch und, wenn es sein muß, machiavellistisch für das Überleben dessen zu kämpfen, was noch rettbar und überlebensfähig scheint, anstatt in rückwärtsgewandtem Beharren das Ganze auf’s Spiel zu setzen – und dann mit einem Staatswesen unterzugehen, das in seiner real existierenden Form ein solches Opfer wohl nicht verdient. – David Engels, CATO Heft 1, Seite 8

Es ist eine schlechte Idee, für das real existierende Staatswesen namens BRD Kopf und Kragen zu riskieren. Gleichwohl wäre es sinnlos, sich in einem System, das auf Individualismus basiert, zum Märtyrer zu machen. Damit wäre nichts gewonnen. Es bleibt festzuhalten, dass die Autoren bei CATO die tödliche Gefahr für die Bundesrepublik erkennen.

Lage der Nation

Wie üblich vermeidet man auch bei CATO, sich zur Lage der Nation zu äußern. Die Republik mit der Nation zu verwechseln und die nationalen Interessen nicht zur Sprache zu bringen, ist ein großes Versäumnis. Dazu meinte Dr. Dr. Thor von Waldstein kürzlich bei Sezession im Netz:

Bildquelle: EinProzent

Getreu dem römischen Motto fortiter in re, suaviter in modo (Bestimmt in der Sache, umgänglich im Ton) müssen die Überlebensfragen der deutschen Nation wieder und wieder in das Zentrum der politischen Debatte gelenkt werden.Dr. Dr. Thor von Waldstein

Bei Coriolan stehen diese Fragen im Zentrum des Interesses, denn das deutsche Volk ist in einer deutschen Republik immer nur eines unter vielen Völkern. Die deutsche Nation jedoch besteht exklusiv aus dem deutschen Volk und schließt auch Franzosen, Italiener und vor allem Araber und Afrikaner zunächst einmal aus. Bei der Nationalelf, die heute als “Die Mannschaft” bekannt ist, muss auch jeder Spieler das deutsche Trikot überstreifen, ob es ihm passt oder nicht. Er hat nicht die Wahl zwischen türkischen, syrischen, libanesischen oder deutschen Hemden, sondern muss sich für eines entscheiden. Wer sich nicht für das deutsche Trikot entscheidet, oder zur deutschen Nation bekennt, kann kein Deutscher sein. Das ist einfach zu verstehen, und nur mit Unlogik zu widerlegen.

Materieller Wohlstand ist Standard

Im Herbst, wenn die Pflanzenwelt ihren Schmuck verloren hat, springt einem der Dreck der “Wohlstandsgesellschaft” besonders drastisch ins Auge. Was sonst unter den grünen Teppich gekehrt wird, tritt dann häßlich zum Vorschein: Allerlei Verpackungsmüll.

Zu den meist verabreichten Beruhigungspillen der Leitmedien, gehört die Verkündung des Wohlstands in der Bundesrepublik. Komprimiert in dem verschleierten Satz von Bundeskanzler Frau Merkel bei einer Haushaltsdebatte im November 2016:

Foto: Tobias Koch

“Den Menschen in Deutschland ging es noch nie so gut wie im Augenblick.” Bundeskanzlerin Merkel

Das mag auf gewisse Kreise zutreffen, aber für die Allgemeinheit gesprochen ist das falsch. In Wahrheit ist der Lebensraum der Deutschen bedroht, das Instektensterben überall ein Thema, die Folgen der Masseneinwanderung überall sichtbar, die Auswirkungen der Euro-Nullzinspolitik noch gar nicht absehbar, und nur die moralische Erpressung durch das Grundgesetz der Bundesrepublik verhindert eine Sachdebatte unter rationalen Gesichtspunkten über all diese Probleme.

Der materielle Wohlstand, der die Deutschen satt macht, ist Standard in der westlichen Hemisphäre. Die Bundesrepublik rangiert dahingehend im weltweiten Vergleich nur im Mittelfeld.

Was der Widerstand brachte

Der Widerstand gegen Kanzlerin Merkel und ihr “Regime” wurde vom Staat unterdrückt. Eine vereinte Bewegung gegen das “breite Bündnis” der “Zivilgesellschaft” hat sich bis zum heutigen Tag nicht herauskristallisiert. Dabei verhindern persönliche Befindlichkeiten eine Vereinigung weit mehr als Fragen der Weltanschauung, wie zwischen den Verantwortlichen bei der “Jungen Freiheit” und bei “Sezession im Netz”. PEGIDA und “Wir für Deutschland” waren gute Ansätze, aber die Pseudo-Eliten haben es geschickt verstanden, die Masseneinwanderung so zu steuern, daß der ärgste Widerstand im Sande verläuft.

Stattdessen läuft nun ein offener Kulturkampf in Deutschland, der täglich zwischen Rechts und Links, Konservativen und Liberalen, Demokraten und “Nazis”, ausgefochten wird. Dazwischen stehen Menschen, die nur Forderungen an die deutsche Nation haben, ohne ihr etwas zurückgeben zu können. Die Deutschen sind in der Frage über den Umgang mit Ausländern völlig zerstritten. Es gibt Deutsche, die wollen eine unbegrenzte Aufnahme von Fremdvolk, andere Deutsche wollen am liebsten alle Ausländer raus haben.

Daß es in der BRD wieder normal ist, gegen unkontrollierte Einwanderung zu sein, ist vielleicht der Widerstandserfolg, der am deutlichsten zur vorher publizierten Refugees-Welcome- Kampagne messbar ist.

Kommt Jamaika oder nicht?

Während die Jamaikaner von CDU/CSU, FDP und Bündnis90/Die Grünen sondieren, wie man sich den BRD-Kuchen weiterhin lukrativ und unter Ausschluß einer echten – die SPD wird bestimmt nicht zu kurz kommen – Opposition aufteilen kann, läuft der angebliche Souverän des Landes weiter fleißig mit im Hamsterrad.

Die Frage, wann und ob die Jamaika-Koalition zu Stande kommt, müsste längst drängender von den etablierten Medien vorgetragen werden. Scheitern die Verhandlungen, und kommt es zu Neuwahlen? Diese Option ist mit Sicherheit nicht vom Tisch. Wer Parteien wie der CSU, FDP und den GRÜNEN noch so etwas wie einen Markenkern zugesteht, wird um die Gefahr der Auflösung dieses Kerns in einer von Merkel geführten Regierung wissen.

Ich könnte mir daher gut vorstellen, daß man die Verhandlungen platzen lässt, um das Wahlvolk erneut an die Urnen zu bitten. Kommt es zu Jamaika, wird das Land so schlecht regiert werden wie nie. Der weitere Verfall der Bundesrepublik und der EU ist ohnehin unaufhaltsam, die wichtigere Frage ist, wer zukünftig wie die Macht in Deutschland und Europa ausüben wird, wenn der Winter für die BRD kommt.

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