Coriolan-Tagebuch:

(Der Verfasser dieses Tagebuchs vertritt nur seine eigene Meinung. Fragen, Kommentare, Kritik, Rückmeldungen und Anregungen zum diarium bitte an inform@coriolan.in)

19.02.2018

Nachdem schon der gescheiterte „Gottkanzler“ Martin Schulz vor einer Woche einem Weib seinen Platz räumte, hat es ihm der CDU-Generalsekretär Peter Tauber nun nachgemacht. Es ist kein Zufall, dass er bei seinem Rücktritt nahezu den gleichen Wortlaut gebrauchte. Erweitert wurde seine selbstlose Forderung nur durch einen Zusatz:

“CDU muss jünger, weiblicher, bunter werden” – Peter Tauber

Davon abgesehen, dass seine Nachfolgerin mal eben 12 Lenze mehr auf dem Buckel hat, ist das zusätzliche Attribut eine Drohung, die man ernst nehmen sollte. Man wird sich an den Gedanken gewöhnen müssen: Die CDU wird dafür sorgen, dass innerhalb der Partei aus dem Ausland stammende Politiker mit dunkler Hautfarbe bevorzugt werden. Die Vorstellung, dass die Bundesrepublik Deutschland von einem afrikanischen Buschmann oder einem arabischen Muslimbruder regiert wird – wie es beispielsweise in der Millionenmetropole London schon der Fall ist – ist dann nicht mehr allzu weit hergeholt.

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Die gestrige Vesper in der Don Bosco Kapelle war ein Quell der Inspiration, erbauend und anregend. Meine anschließende Suche treibt mich zum Offizium, von da aus geht es über Umwege weiter zu den Psalmen 4, 51 und 91 sowie 128. In Psalm 51 ist von „Sion“ und „holocausta“ die Rede, von Zion und dem Brandopfer, und es fällt mir äußerst schwer, solche Verse vernünftig einordnen zu können. Hier siegt der katholische Glaube über politisches Ressentiment und historische Ungläubigkeit. Mir war bekannt, dass es von Gregorio Allegri einen Choral namens „Miserere“ gibt, der in früheren Jahrhunderten vom Vatikan wie ein Staatsgeheimnis gehütet wurde, und dass Wolfgang Amadeus Mozart dieses Werk aus dem Gehör aufgeschrieben und unters Volk gebracht hatte. Dass es sich dabei um eine Vertonung von Psalm 51 handelt, ist mir neu. Der Ursprung und die Legendenbildung von Allegris berühmtester Komposition erscheinen mir wirkmächtig. Giacomo Meyerbeers imposante Vertonung von Psalm 91 fällt im Vergleich dazu ein wenig ab, wenngleich der tröstliche Text mehr Mut macht.

Die einem Algorithmus folgenden Video-Empfehlungen bei YouTube machen mich zu meiner großen Freude noch auf den polnischen Komponisten Henryk Mikołaj Górecki und dessen 3. Sinfonie (Sinfonie der Klagelieder) aufmerksam. Ein trübes Katholiken-Meisterwerk, das mich einmal mehr zum Lamento und zum ersten Mal zur Elegie führt. Für mich persönlich schließt sich da der Kreis. Das bockige Verhalten meiner in der Ferne lebenden Geliebten, lässt sich vor diesem Hintergrund gut ertragen:

Als Lamentieren wird ausgiebiges Klagen oder wehleidiges Jammern bezeichnet. Dass dieses Lamentieren besonders dem weiblichen Geschlecht zugerechnet wurde, ist einer Anweisung zur Brandbekämpfung auf dem Lande aus dem 18. Jahrhundert zu entnehmen. Hiernach war nach ausdrücklichem Befehl der Obrigkeit darauf zu achten, „dass die mit ihrem Lamentieren nur Konfusion machenden Weibsleute in die Reihen gebracht werden“. – Lamento

18.02.2018

Vesper am ersten Sonntag der Fastenzeit:

„Asperges me, Domine, hyssopo, et mundabor: lavabis me, et super nivem dealbabor. Miserere mei, Deus, secundum magnam misericordiam tuam.“

17.02.2018

Wie bunt Deutschland ist, erlebe ich regelmäßig Samstags bei uns im Unternehmen. Unter den Leiharbeitern befinden sich nur noch Ausländer, beziehungsweise Menschen mit „Migrationshintergrund“. Junge Leute sind dabei, die – man höre und staune – unter der Woche noch die Schulbank drücken und auf dem Weg zum Fachabitur sind. Allein der Sprachgebrauch lässt anderes vermuten, quer durch die Bank hört man nur „Ey Alter“, „voll“ und „krass“, gesteigert von „vollkrass“ und flankiert von Satzbruchstücken, aus denen sich ein eigenartiges Kauderwelsch ergibt, dem jedes Gefühl für die deutsche Sprache abhanden gekommen ist. Nichts gegen die Jugendsprache, zu meiner Zeit haben wir viele Modewörter gebraucht. Dennoch hörte sich das früher in meiner Clique nach Deutsch an, bei den Jungs heutzutage klingt es nach der typischen Kanakensprache, die einst von dem Komikerduo Erkan und Stefan parodiert wurde.

16.02.2018

„Sie haben, wie schon der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker schrieb, sich den Staat zur Beute gemacht, indem sie sich fettfleckartig immer weiter ausgebreitet haben und auch in Bereiche vorgedrungen sind, in denen sie eigentlich nichts zu suchen hätten.“ Regierung und Opposition betreiben eine Politik über die Köpfe der Menschen hinweg

Prof. Dr. Hans Herbert von Arnim über die demokratischen Parteien in der BRD. Ein Mann, der mir bisher nicht bekannt war; ausgerechnet meine Verlobte macht mich auf ihn aufmerksam. Der als Parteienkritiker berühmt gewordene Staatsrechtler liegt mit seinen Ansichten und Erkenntnissen nur eine Spurbreite von meinen eigenen Überzeugungen entfernt. Seiner Meinung nach, habe die Entmachtung des Volkes in der BRD schon 1948/49 bei der Konzipierung des Grundgesetzes begonnen. Bei dieser Einsicht, belügt sich Prof. Dr. von Arnim entweder selbst, oder er ist nicht ganz ehrlich gegenüber der Öffentlichkeit. Im betreffenden Zeitraum lief in Deutschland noch die sogenannte Entnazifizierung und Millionen Angehörige unseres Volkes waren über Eisenhowers Rheinwiesen, Tschechien, Polen, bis nach Sibirien in Gefangenen- und Arbeitslagern inhaftiert. Die Siegerstaaten des Zweiten Weltkriegs hatten de facto die Herrschaft über deutsches Territorium inne. Mit anderen Worten: Zu dieser Zeit war das deutsche Volk bestimmt kein Souverän im Sinne einer Volksherrschaft. Man kann also fürwahr festhalten, dass in der BRD zu keinem Zeitpunkt alle Staatsgewalt vom deutschen Volke ausging, wie es im Grundgesetz so schön heißt.

Hans Herbert von Armin hat in den vergangenen Jahrzehnten leidenschaftlich gegen die Auswüchse der demokratischen Parteiendiktatur gekämpft, was man ihm hoch anrechnen muss, und er hat dabei auch einige Erfolge erzielt. Sie sind aber eher symbolischer Natur, ein Tropfen auf den heißen Stein. Was mich ärgert, ist, dass auch er offensichtlich sein Leben lang in der Denkfalle Demokratie verhaftet blieb. Wie die meisten Bundesdeutschen, die sich an den Zuständen in der BRD stören, war er offenbar nie bereit sein eigenes Demokratieverständnis zu hinterfragen. Stattdessen verbreitet er in seinen Büchern und Interviews den üblichen Tenor: Dass wir in der BRD keine echte Demokratie haben, sondern nur eine Scheindemokratie. Noch deutlicher kann man die eigene Systemgläubigkeit nicht untermalen. Seine Schlussfolgerungen können daher auch nicht überraschen: Erlösung vom Bösen verspricht die sagenumwobene „direkte Demokratie“. Amen! Anderes kann man zu diesem religiös anmutenden Wunschdenken nicht mehr sagen.

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Die täglichen Wasserstandsmeldungen im Hinblick auf die Umfragewerte der SPD, bereiten mir großes Vergnügen. Der Pegelstand ist mir aber immer noch viel zu hoch, und ich bete dafür, dass er weiter sinkt.

15.02.2018

Wie ich bereits zu Beginn der Woche feststellte, empfinde ich den aus Griechenland stammenden neuen Mitarbeiter in unserer Abteilung nicht als „kulturelle Bereicherung“. Solchen volldemokratischen Propaganda-Unsinn kann man nur zurückweisen. Der Herr Kollege ist aber durchaus eine politische Bereicherung. Wie das unter Rechten üblich ist, betrachten wir das System in dem wir leben, letztlich aus einem sehr ähnlichen Blickwinkel. Und eine Übereinstimmung erzielen wir speziell was die Herrschaft des Geldes betrifft, unter der global gesehen alles und jeder leidet. Er ist offen für meine Thesen. Als ich das Thema darauf lenke, dass der Faschismus im Sinne einer starken Volksbewegung der Alptraum aller Superreichen ist, und für ein Volk somit die zweckmäßigste Waffe gegen die Demokratie, reagiert er nicht etwa erschrocken, wie der demokratiebesoffene deutsche Michel, sondern berichtet positiv über den griechischen Faschismus in den 1970er Jahren.

Ganz sicher ist der Faschismus nicht das Gelbe vom Ei, und seine Durchsetzung in der BRD nichts weiter als ein Hirngespinst. Sich dieser Utopie hinzugeben, ist aber schon deswegen reizvoll, weil allein die Vorstellung, dass all die derzeitig an der Macht klebenden Volks- und Landesverräter dann zur Rechenschaft gezogen würden und ihnen Gerechtigkeit widerführe, eine ungemeine geistige Genugtuung ist.

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Laut den neuesten Statistiken des ADAC, wurde im vergangenen Jahr ein Rekord bei der Staubildung auf deutschen Straßen aufgestellt. Dies meldet die Zeitschrift “Macher”, eine Beilage des Trierischen Volksfreunds, dem diese Nachricht ebenfalls eine Schlagzeile auf der ersten Seite wert war. Über eine Strecke von 1.45 Millionen Kilometer standen die Kraftfahrzeugbetreiber 2017 in der BRD im Stau, der finanzielle Schaden für die Volkswirtschaft wird auf 100 Milliarden Euro beziffert. Das ist zehnmal mehr, als der Bund jährlich in den Erhalt der Straßen investiert. Und hauptsächlich entstehen die Staus eben durch die vielen verschleppten Baustellen, die jahrelang den Verkehrsfluss behindern. Der Stau-Rekord fügt sich wie Schmieröl in ein Schema, die BRD ist und bleibt eben in negativer Hinsicht ein Land der Superlative.

Dass der Anstieg bei den Staus nicht noch stärker anwuchs, hat man den jungen Menschen in diesem Land zu verdanken, die heutzutage immer häufiger auf ein Auto “verzichten”. Dass dies etwas mit den hohen Anschaffungs- und Unterhaltskosten zu tun haben könnte, wird dabei wundersamerweise verschwiegen.

14.02.2018

Ein Tag zwischen indirekter Holocaustleugnung, nervenaufreibendem Produktionsstress und wehmütiger Sehnsucht nach der Geliebten.

Zum Holocaust äußert ein Kollege im Hinblick auf die Gaskammern sein Unverständnis, da ihm der Aufwand der Unternehmung unsinnig erscheint. Wer vorhabe, jeden Angehörigen eines bestimmten Volkes zu vernichten, könne es doch viel leichter haben, die betreffenden Personen an Ort und Stelle zu erschießen, statt sie überall einzusammeln und in sogenannte “Vernichtungslager” zu verfrachten. Für jemanden, der nie von Männern wie Paul Rassinier, Prof. Robert Faurrisson, Arthur Butz, Fred Leuchter, oder Germar Rudolf hörte, ist das ein ungeheuerlich freier, wenngleich ketzerischer Gedankengang. Bloß gut, dass es außer mir niemand mitbekam.

Obwohl ich wegen unzähligen technischen Störungen an der Anlage gefordert bin, schweifen meine Gedanken im Laufe des Tages immer mehr nach Hamburg zu meiner Verlobten ab. Unsere Fernbeziehung, die für uns beide in den vergangenen Wochen schon eine harte Bewährungsprobe war, ist für mich schwer erträglich. WhatsApp und tägliche Telefonate ersetzen eben nicht die Kopulation. Mir bleibt nur das Schmachten, und die Hoffnung auf das baldige Wiedersehen, das bereits fest eingeplant ist.

13.02.2018

In Deutschland sollte man die Anrede: “Meine Damen und Herren”, zeitnah aus dem eigenen Sprachgebrauch und baldigst aus den Wörterbüchern streichen. Damen und Herren sind in diesem Land eine vom Aussterben bedrohte Spezies. Es handelt sich um Relikte einer vergangenen Epoche, die man bald nur noch in Museen finden wird.

In unseren Tagen gibt es Frauen, Männer, alles mögliche an gegenderten Geschlechtswesen, bloß Damen und Herren vermisst man schmerzlich, und man vermisst sie bei den Rechten genauso wie bei den Linken. Man wird sie nicht “reframen” – das heißt: umdeuten – können. Schönen Gruß an Frau Sommerfeld.

Davon nehme ich mich nicht aus. Wer mich als Herr Martini anspricht, mag höflich sein, nutzt aber den Begriff “Herr” falsch.

Innerhalb der Gesellschaft Deutschlands war es einst üblich, dass Frauen eine zweifache Bestimmung zu erfüllen hatten: Eine allgemeine und eine besondere, eine als Mensch, und eine als Weib. Für die Männer galt das im Umkehrschluss auch, und das Annehmen und Ausfüllen dieser Bestimmungen, machte die Menschen erst zu Damen und zu Herren.

Die sogenannte Gleichberechtigung hat diese Gesellschaftsnorm im Land der Dichter und Denker zerstört. Das Land der Dichterinnen und Denkerinnen werden wir indes nie. Das kann man bejubeln, genauso wie man sich fröhlich daran erfreuen kann, dass Deutschland 1945 von den Alliierten befreit wurde. Man darf es aber hoffentlich noch bedauern, denn das tue ich.

Wenn man sich anschaut, was vom alten Europa noch übrig ist, so wird man in allen Bereichen der Kunst nur Männerwerk entdecken. Die Weiber werden Michelangelo, Beethoven, Tizian, Rousseau, Verdi, Monet oder Wagner niemals überflügeln, sie können diese Herrschaften höchstens vergessen machen, und sind überall eifrig dabei.

Das wirft die überaus brisante – und im Hinblick auf den Islam auch sehr aktuelle – Frage auf, ob Heinrich von Treitschke womöglich doch richtig handelte?

Dieser Herr ließ Damen nicht an seinen Vorlesungen teilnehmen, und als ihn die Intellektuelle Helene Stöcker anfragte, entgegnete er:

„Die deutschen Universitäten sind seit einem halben Jahrtausend für Männer bestimmt, und ich will nicht dazu helfen sie zu zerstören.“

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Auf der Arbeit habe ich einen Griechen in Ausbildung, der neu bei uns in der Abteilung ist. Der erste Eindruck ist positiv, ein fleißiger Mann mit gesundem Menschenverstand, und das Herz am rechten Fleck. Er spricht mich darauf an, dass ich in den Pausen soviel am lesen bin, und wir kommen über Bildung auf das Thema Politik. Stelle fest, dass er “rote Pillen” schluckt, und sich seine eigenen Gedanken macht, was ihm laut seiner Aussage nicht immer Vorteile im Umgang mit anderen Menschen einbringt. Eine Erfahrung, die wir gemeinsam haben. Es ist für mich selbstverständlich, ihm mit Respekt zu begegnen, aber seine Einstellung lässt ihn sogar sympathisch erscheinen.

Nichtsdestotrotz bekenne ich freimütig, dass ich diesen Kollegen nicht als kulturelle Bereicherung empfinde! Ich brauche dafür keine Kollegen aus aller Herren Länder, und es wäre mir lieber, ich hätte den jungen Deutschen bei mir in Ausbildung, den man kürzlich wegen der schlechten Auftragslage nach Hause geschickt hat, obwohl er im Gegensatz zu den meisten Ausländern – und auch zu dem griechischen Kollegen – die deutsche Sprache mühelos beherrscht.

12.02.2018

Rosenmontag, alle feiern und ich nutze den freien Tag, um endlich mal wieder einen Beitrag für die Hauptseite an den Start zu bringen. Fünf Stunden habe ich daran gebastelt, und kann nur betonen, dass ich Kommentare, Kritik, Rückmeldungen und Anregungen dankbar entgegen nähme.. 

11.02.2018

Die Sonntage immer der Kirche! Heute fand ich den Weg zum Familiengottesdienst in der Trierer Christ-König-Kirche, bei dem es richtig zur Sache ging. Zwar hielt Pater Aloys Hülskamp die Messe betont kurz, da die Heizung in der Kirche zur Zeit defekt ist und auch bei uns der Winter noch immer Einzug hält, dennoch war es ein Gottesdienst, der mir zumindest vorübergehend richtig gute Laune bereitete. Da wurde beim Singen geklatscht, und mit den Füßen gestampft, das einem Hören und Sehen vergeht. Zumindest wenn man sich im Vergleich dazu an die zurückhaltende Protestantengemeinde im Hamburger Michel erinnert. Und wie schon vor zwei Wochen beim Besuch der Vesper in der Don-Bosco-Kapelle, war die hiesige Gemeinde mit Begeisterung und Freude bei der Sache, es wurde lautstark gesungen und mit Elan gebetet.

Pater Aloys, ein allseits bekannter Geistlicher in unserer Gegend, unter anderem mit dem 29. Franz-Weissebach-Preis der Prinzenzunft der Stadt Trier ausgezeichnet, hat eine enorme Ausstrahlung und scheint eine echte Persönlichkeit zu sein. Er tritt locker und authentisch auf und steckt die Menschen mit guter Laune an. Genau das macht ihn zu einem würdigen Botschafter Don Boscos.

Nun wäre es für mich natürlich völlig untypisch, wenn ich nicht auch hierbei ein Haar in der Suppe gefunden hätte. Und tatsächlich ist es ein totalitärer Spruch auf dem Kirchenzettel, den wir gläubigen Schäflein beim Ausgang überreicht bekamen.

„Gott will immer nur eines für uns: dass wir uns freuen können, von Herzen freuen können.“

Ohne große Umschweife, möchte ich diesen Spruch in einen Kontext zu Johann Sebastian Bachs „Ihr werdet weinen und heulen“  (BWV 103) setzen.

10.02.2018

Vormittags Thor von Waldstein gelesen, nachmittags Johann Sebastian Bach gehört. Selbstgemachte Bruschetta runden den Tag ab. Die Lektüre von „Die entfesselte Freiheit“ raubt einem jegliche Illusion über den geistigen Zustand der Deutschen. Der Hörgenuß von „Wir müssen durch viel Trübsal“ (BWV 146) tröstet darüber hinweg. Und ja, wie es in dieser Kirchen-Kantate heißt: Ich bin bereit, mein Kreuz geduldig zu ertragen.

09.02.2018

Dass das deutsche Weibsvolk besonders fleißig und hemmungslos die Umvolkung seines eigenen Volkes und die Zerstörung der deutschen und europäischen Kultur vorantreibt, ist eine Tatsache, die einem aufmerksamen Beobachter nicht verborgen bleiben kann. Wer davor als Mann seine Augen verschließt, sei es aus gefühlsduseliger Rücksicht gegenüber Frauen, oder gar aus Angst als „frauenfeindlich“ zu gelten, gibt seine Männlichkeit freiwillig auf.

Leider vollzieht sich die männliche Selbstaufgabe in der BRD mittlerweile genauso bereitwillig, wie die Hinnahme des großangelegten Bevölkerungsaustausches, der eben von Frauen am vehementesten gefordert und gefördert wird.

Angefangen vom Kanzleramt, über Landtage und Ministerien, über Fernseh- und Rundfunkanstalten, über Schulen und Universitäten, über Ämter und Behörden, bis hin zu den Kommunen und Rathäusern, sind es deutsche Frauen, die gar nicht genug von der vielbeschworenen Weltoffenheit, Vielfalt und kulturellen Bereicherung, bekommen können. Dass es sich dabei um verlogene Phrasenideologie handelt, und die BRD-Weiber damit in Wahrheit mutwillig die eigene Ethnie abtreiben, sei dahingestellt. Doch Merkel, Maischberger, Miosga und Co., sind nicht Teil eines Problems, sondern die dominanten Triebtäter des Problems. Damit sind die Herren der Zunft nicht von ihrer Verantwortung entbunden, aber in unseren Zeiten ordnen sich die Männer dem weiblichen Zeitgeist entweder unter, oder übernehmen ihn selbstgefällig.

In diesem Licht gehört die folgende Aussage des noch amtierenden SPD-Chefs Martin Schulz betrachtet:

„Es ist sichtbar, dass Frau Nahles jünger und weiblicher ist als ich“ – NAHLES SOLL SPD-CHEFIN WERDEN

08.02.2018

Der Abschluss der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD, ist ein neuer Tiefpunkt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Alles an dieser sogenannten GroKo stinkt ekelhaft nach Volks- und Landesverrat. Wer sich darüber von der weichgespülten Hofpresse der Demokraten hinwegtäuschen lässt, hat den Ernst der Lage nicht begriffen, und will es vermutlich auch nicht. GroKo steht bei mir nur noch für die „Große Kotze“.

Mir kann die Lügenpresse in der BRD nichts mehr vormachen. Viel zu tief haben sich entscheidende und unwiderlegbare Erkenntnisse bei mir eingebrannt, als dass es mir noch möglich wäre, das schmierige und pseudoseriöse Treiben des herrschenden Regimes als legitim anzuerkennen. Das gleichgeschaltete Kartell in der BRD, hat in den letzten 20-30 Jahren mutwillig darauf hingearbeitet, Deutschland abzuschaffen. Die Schwerverbrecher, die jetzt das 24. Kabinett dieser Republik stellen werden, werden diesen kriminellen Plan weiterführen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Ein Staat, der gesellschaftliche Anerkennung verspricht, wenn man sich für die Kultur und die Rechte von fremden Völkern einsetzt, in dem man aber gesellschaftlich geächtet wird, wenn man es wagt, sich für die Interessen des eigenen Volkes einzusetzen, ist der Alptraum eines jeden Patrioten. An diesem entscheidenden Punkt kommt keiner vorbei: Wer in der BRD mitregieren will, muss bereit sein, Deutschland und die Deutschen zu verraten.

07.02.2018

Hamburg – Trier in 5 Stunden und 20 Minuten. Es ginge noch schneller, gliche die A1 in Nordrhein-Westfalen nicht einer durch wenige saubere Streifen unterbrochenen Dauerbaustelle. Von Münster über Dortmund nach Köln passiert man mindestens ein Dutzend gesperrter Streckenabschnitte, in denen man automatisch ausgebremst wird. Ein guter Beleg dafür, dass NRW im Arsch ist. Extrem ist es beim Leverkusener Kreuz, wo man zu allem Überfluss die sanierungsbedürftige Rheinbrücke auch bei freier Strecke im Schleichtempo überqueren muss. Wenn dann wie heute in der Eifel noch schlechtes Wetter angesagt ist und Glatteis droht, ist die Heimreise nicht in unter 5 Stunden zu schaffen.

Dennoch ist es zur Zeit ein Leben auf der Überholspur. Das ist nicht nur auf die Autofahrerei bezogen, doch liegt es absolut in meinem Interesse, den motorisierten Schwung in alle Lebensbereiche mitzunehmen.

06.02.2018

Im Mittelalter gehörte das Schwimmen zu den sieben ritterlichen Fertigkeiten. Hacia arriba:

ARRIBA Erlebnisbad

05.02.2018

Hamburg ist, wo aus der Elbe das Elbe wurde. Das EEZ, wie das Elbe Einkaufszentrum im Volksmund genannt wird. Moin und Tschüß wünscht das Elbe den Kunden auf Parkschranken, und die großen Aschenbecher vor den zahlreichen Eingängen zur Ladenpassage sind vor allem deshalb angebracht, um den Gästen ein rauchfreies “Einkaufserlebnis” zu bieten.

Meine Liebste meint, das Elbe sei ursprünglich exklusiv für die Blankeneser Gesellschaft gedacht gewesen, und noch heute sind viele der 180 Läden im EEZ nur was für die gehobene Klasse. Wer es sich nicht leisten kann, beim “shoppen” ein paar tausend Euro zu verpulvern, wird gewisse Läden meiden müssen, und sich auf die allgemein bekannten Handelsketten beschränken müssen. Dass ich das Elbe mit einer Mischung aus Faszination und Abscheu betrachte, ist kein Wunder, bin ich als Trierer doch zeitlebens die heimelige Provinz der Eifel gewohnt. 

Die entspannte Atmosphäre beim Einkaufen und das unvorstellbar vielseitige Angebot im EEZ faszinieren mich, aber der Kommerz, und die Gewissheit, dass wir Menschen zu Konsumenten degradiert werden, weckt meine Abscheu. Die Worte von Dr. Dr. Thor von Waldstein passen zum Elbe und seiner Kundschaft leider zu genau:

Wie es im Innersten des mit konsumistischem Flittergold nur mühsam bedeckten, bundesdeutschen Elends tatsächlich aussieht, entzieht sich nach wie vor dem Vorstellungsvermögen der meisten Akteure, leider auch vieler widerständiger Kräfte. »Im Innersten des bundesdeutschen Elends«

04.02.2018

Die Sonntage immer der Kirche? In Hamburg kann sich das für Katholiken schwierig gestalten, aber der Reihe nach. Eigentlich wollten meine Liebste und ich vormittags am Gottesdienst in der Kirche Maria Grün in Blankenese teilnehmen. In jener schlichten Pfarrkirche, in der wir bereits Heiligabend und Silvester 2017 die Abendmesse feierten. Leider standen wir da vor verschlossener Tür, und mussten irritiert zur Kenntnis nehmen, dass man den gläubigen Schäflein das Hochamt um 11:00 Uhr nur im Mariendom in St. Georg anbietet.

Darauf waren wir nicht vorbereitet, und wegen der großen Distanz einigten wir uns darauf, stattdessen zur Abendmesse in Maria Grün wiederzukommen. Statt also die Heilige Kommunion in Empfang zu nehmen, empfing uns bald darauf der Jenischpark mit seinen weitläufigen Wiesen, die winterlich in eine dünne Schneedecke gehüllt waren.

Betritt man den Jenischpark von der Elbchaussee kommend durch das sogenannte “Kaisertor”, erwartet einen zur linken Seite ein echtes Naturwunder. Wie ein Ehepaar haben sich dort eine Eiche und eine Birke vermählt, wobei die Birke aus dem offenen Stamm der Eiche und in die entgegengesetzte Richtung hinaus wächst. Wahrlich eine außergewöhnliche und imposante Laune der Natur. Dass beide Bäume zum Sommer hin im schönsten Grün erblühen, wurde uns ungefragt von einer faszinierten Spaziergängerin mitgeteilt, die offenkundig nach Jahren noch immer von dem mächtigen Baumehepaar beeindruckt ist. Einziges Manko: Die Eiche muss durch ein Stahlgerüst gestützt und gehalten werden. Ohne diesen menschlichen Eingriff in die Natur, wäre der Baum sicherlich schon gekippt, gebrochen und verendet.

Baumpaar Jenischpark 1

Baumpaar Jenischpark 2

Eine weitere Sehenswürdigkeit im Jenischpark ist die Mooshütte, die im Volksmund auch als “Eierhütte” bekannt ist. Amicis et quieti prangt dort in Latein auf einer Inschrift in der Mitte des Giebels. Den Freunden und der Muße: Ein Motto, das sich auf Baron Caspar von Voght, den ursprünglichen Gründer des Parks, zurückführen lässt. Die in meinem Schnappschuss erfassten Hunde, haben das vielleicht intuitiv verstanden, jedenfalls zeigten sie großes Interesse an dem kleinen Holzhäuschen.

Mooshütte Jenischpark

Zurück zur Kirche Maria Grün, wo ich schließlich ohne Begleitung an der Abendmesse teilnahm, dafür aber aus berufenem Munde eine Bestätigung für die gemeindeübergreifende Zusammenlegung der Gottesdienste in Hamburg bekam. Zum Gedenktag des heiligen Ansgar, verlas der Pfarrer in Sankt Mariä Himmelfahrt einen Pfarrbrief des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße, in dem er die schlechte wirtschaftliche Situation des Bistums einräumte. Der miserablen finanziellen Lage sind angeblich die Einsparungen, die Zusammenlegungen der Pfarreien, bis hin zur Schließung von Schulen und Kindergärten geschuldet. Dass sich daraus eine neue Mission für die katholische Gemeinde in Hamburg ergibt, war die Quintessenz des traurigen Gottesdienstes.

03.02.2018

Der im Jahre 1972 verstorbene Ernst von Salomon kam zu folgender Feststellung:

“1960 schrieb Salomon, daß jeder »echte« Nationalismus – fern jedes bürgerlichen Patriotismus, fern jedes nazistischen Chauvinismus – schlichtweg bedeute, daß ein Volk nach eigener Gesetzlichkeit handeln möchte. Nationalismus als Selbstbehauptungswillen gegenüber Fremdbestimmung sei daher per se »anti-imperialistisch«, und der Nationalismus sei in der Folge »der echte Feind des Imperialismus” – »Soldat ohne Befehl« – Neue Biographie über Ernst von Salomon erschienen

Eine der wichtigsten Erkenntnisse überhaupt, die man sich gut einprägen sollte. Noch einfacher formuliert, ist der Nationalismus logischerweise das einzige Gegenmittel gegen den Internationalismus. Das ist der Ungeist, der seit der Französischen Revolution über alle Völker kommt, zur Globalisierung führte, und schließlich in der Neuen Weltordnung und einer “One World” zu enden droht.

Letztlich lassen sich alle völkerverderbenden Entwicklungen seit 1789 auf den massendemokratischen Internationalismus unter britisch-amerikanischer Leitung zurückführen. Nicht nur die beiden Weltkriege, sondern später auch Anti-Rassismus, Anti-Faschismus, Feminismus, die Gender-Ideologie und der Neoliberalismus.

Auch die Sowjetunion gehört in diesem Kontext als totalitäres “Experiment” betrachtet. Eine These, die  zum Beispiel Peter Haisenko in seinem Buch über das 20. Jahrhundert aufstellt. Zu keinem Zeitpunkt war die Sowjetunion autark, und vor allem im Zweiten Weltkrieg war man auf die bedingungslose Unterstützung aus den USA angewiesen. Darüber berichtete der britische Reporter und Autor Douglas Reed ausführlich.

1945, als der Boden für die Neue Weltordnung bereitet war, hätten es die Amerikaner in der Hand gehabt, dem “kommunistischen” Spuk ein schnelles Ende zu bereiten. Nur hätte das den langfristigen Zielen des Internationalismus geschadet, und genau deshalb stieß General Patton mit seinen Plänen damals bei seinen Vorgesetzten auf Granit, als er darauf drängte, das geschwächte Russland im Handstreich zu nehmen.

Wer mir hier widerspricht, soll mir bitte die Frage beantworten, wieso England und Amerika damals bewusst auf Geländegewinn verzichteten, obwohl man de facto die Weltherrschaft zu diesem Zeitpunkt offensichtlich inne hatte und weder in Europa noch in Asien eine ernsthafte militärische Konkurrenz verblieben war.

02.02.2018

Hamburg, und meine Perle haben mich wieder. Auf dem Weg in die große Stadt war das Schmuddelwetter der einzige Wermutstropfen. Von einem Tropfen zu sprechen, ist in dem Fall die Untertreibung schlechthin, stellenweise schüttete es aus vollen Eimern. Wenn man bedenkt, was hier über Monate für ein Sauwetter herrscht, stellt sich doch echt die Frage, ob diejenigen in diesem Land, die sich noch als Deutsche begreifen, diese “Heimat” nicht gegen ein schönes Fleckchen Erde eintauschen sollten. Vielleicht irgendwo im fruchtbaren Teil Afrikas. Im Gegenzug kann man die BRD dann dem Rest der Welt überlassen, wie es bereits geplant ist, und alle sind zufrieden. Dann bekommt die SPD auch endlich ihren “Familiennachzug” durchgesetzt.

01.02.2018

Möchte an dieser Stelle allen Coriolan-Lesern das Buch “Mit Linken leben” von Caroline Sommerfeld und Martin Lichtmesz empfehlen, habe es selbst nun in den letzten Tagen zügig durchgelesen. Für mich war es denn zum größten Teil auch nur eine sehr ausführlich und differenziert ausgelegte Beschreibung meiner eigenen Ansichten und Erkenntnisse. Den Empfehlungen, die die beiden Autoren einem am Ende des Buches mit auf den Weg geben, folge ich schon seit geraumer Zeit ganz intuitiv. Manche Hinweise und Ratschläge sind im Grunde nur Selbstverständlichkeiten, die es – weil sie von vielen Zeitgenossen vergessen wurden – dennoch verdient haben, einmal in der Form festgehalten worden zu sein.

Sollten Sie noch Angst davor haben, dass Sie selbst bei sich, oder ein Dritter bei Ihnen, rechtes “Gedankengut” findet, könnte dieses Buch eine sehr gewinnbringende Hilfestellung sein. Ein Gedankengut findet sich, wie auch Sommerfeld und Lichtmesz völlig korrekt anmerken, sowieso nur bei Rechten, was im Umkehrschluss nichts anderes bedeutet, dass das Denken der heutigen Linken krank und vergiftet ist.