Abschottungstendenzen in Europa: Oh Susana!

Im Zusammenhang mit den großen Herausforderungen, denen sich die 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zu Beginn des 21. Jahrhunderts ausgesetzt sehen, überwiegt bei der herrschenden Klasse in Westeuropa die nackte Angst vor sogenannten Abschottungstendenzen.

Die Tendenz zur Abschottung

In Osteuropa wird aufgeatmet, denn der gescheiterte SPD-Chef Martin Schulz, bleibt Europa als Außenminister der Bundesrepublik Deutschland erspart. Auf die Regierungen in Polen und Ungarn, dürfte diese Personalie wie eine unausgesprochene Drohung gewirkt haben. Noch unter diesem Eindruck sind die kompromisslosen Signale zu verstehen, die der ungarische Außenminister Peter Szijjártó und der polnische Innenminister Joachim Brudzinski, vor wenigen Tagen nach Berlin und Brüssel sandten:

Peter Szijjártó und Joachim Brudziński

Trotz all des Drucks, der Erpressung und des Ultimatums akzeptieren Ungarn oder Polen nicht jeden illegalen Einwanderer. – Das betonte Peter Szijjártó, Außenwirtschafts- und Außenminister am Donnerstag in Warschau nach einer Diskussion mit dem polnischen Innenminister Joachim Brudzinski.

Während der Gespräche wurde darauf hingewiesen, daß „je größer der Druck, den sie auf uns aus Westeuropa ausüben, je mehr sie uns erpressen, desto stabiler und stärker wird die polnisch-ungarische Zusammenarbeit in der Frage der Migration sein“ – sagte Peter Szijjártó MTI TV. – Merkel pokert um ihre Asylpolitik

Die politische Bruchlandung des sympathischen Martin Schulz für sich allein, bietet den Visegrád-Staaten allerdings noch keine wirkliche Atempause. Nach wie vor steht der Block der aktiven Umvolker in Westeuropa zusammen wie eine Mauer. Fest vereint in der böswilligen Absicht, die von der UNO angeregte Bestandserhaltungsmigration auf ganz Europa auszuweiten, versucht man weiterhin jeden innen- und außenpolitischen Widerstand im Keim zu ersticken, ohne dabei Rücksicht auf die Interessen der europäischen Völker zu nehmen. Dabei ist es kein Geheimnis, dass sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche in Westeuropa sich als institutionelle Speerspitze in der Flüchtlingsfrage versteht. Die Kirchen unterstützen die unbegrenzte Invasion durch Nichteuropäer bedingungslos, und unabhängig von der Frage, ob es sich dabei um legitime Asylansprüche oder schlechterdings um illegale Einwanderung handelt.

Zuwanderung als Bereicherung

In der aktuellen Ausgabe des Don Bosco Magazins (01/2018) wird über aktuelle Umfragen und Studien zur Jugend in Europa berichtet.  Egal ob die vorgestellten Erhebungen repräsentativ sind, sie weisen eine unfassbare Widersprüchlichkeit auf. Es lohnt sich, diese näher unter die Lupe zu nehmen. Die Studie „Generation What?“ zum Beispiel, kommt zu folgendem Ergebnis:

Beim Thema Zuwanderung beispielsweise ist sich das junge Europa extrem einig. In allen Ländern sieht die Mehrheit der jungen Menschen – unabhängig von Alter, Geschlecht und Bildung – Zuwanderung als Bereicherung. 73 Prozent aller Befragten denken, dass Zuwanderung von Menschen aus anderen Ländern die kulturelle Vielfalt im eigenen Land bereichert. Die junge Generation in Deutschland ist im Europavergleich mit 80 Prozent am stärksten dieser Ansicht.

So bringt man Pro-Asyl-Propaganda zum Ausdruck, gleichzeitig wird den gefürchteten Abschottungstendenzen der Wind aus den Segeln genommen. Dies ungeachtet der Tatsache, dass in westdeutschen Großstädten wie Offenbach mittlerweile der Notstand ausgebrochen ist. Lehrerkollegien mehrerer Schulen beklagen sich da mit einer Überlastungsanzeige gemeinsam beim Kultusministerium über „kulturelle Vielfalt“ . Hier prallen Ideologie und Realität schonungslos aufeinander. Es ist offensichtlich, dass die auf allseitige Gleichheit abzielende Utopie der europäischen „bien-pensants“ (franz. für „Gutmenschen“) sich wie ein Flüchtlings-Schlauchboot auf dem Mittelmeer in schwerer Seenot befindet. Freilich kann man vor der Realität auch weiterhin die Augen verschließen. Oder sehenden Auges in den Untergang paddeln. Wenn man beide Augen zudrückt und ganz tief Luft holt, kann man dann zu den globalistischen Ansichten gelangen, die etwa Pater Fabio Attard vertritt: 

Pater Fabio Attard
Bildquelle: https://twitter.com/fabioattardsdb

 „Die Unterschiede zwischen jungen Menschen in Europa, Asien, Afrika und Amerika sind gering.“

Kein Vertrauen in die Politik

Nachdem die Jugend Europas sich also bei der Zuwanderung sehr einig zeigt, folgt bedauerlicherweise der große Widerspruch auf dem Fuße:

Die Politik hat einen sehr schweren Stand im jungen Europa: Nur ein Prozent vertraut ihr völlig und 16 Prozent vertrauen ihr mehr oder weniger. Dem stehen 82 Prozent gegenüber, die kein Vertrauen in die Politik haben (45 Prozent haben „überhaupt keines“ und 37 Prozent haben „eher keines“). Das Vertrauen in die Politik ist dabei keine Frage des Geschlechts, wohl aber der Bildung: Je niedriger die Bildung, desto größer ist das Misstrauen.

Immerhin zeigen sich die Jugendlichen auch in dieser Frage geschlossen. Wie aber passt dieses Umfrageergebnis in den Kontext der hohen Zustimmung bei der Zuwanderung? Wenn in Europa über 70% der Jugendlichen Eiwanderung als „kulturelle Bereicherung“ empfinden, dann zeigen sie damit bereits ein großes Vertrauen in die Politik an, da diese offiziellen Phrasen nichts weiter als staatlich oktroyierte Ideologie sind. Für das Misstrauen muss es jedoch Gründe geben. Folglich erscheint der Jugend Europas die Politik im Allgemeinen suspekt, es führt aber nicht automatisch dazu, dass die Globalisierung hinterfragt wird.

Man kann hier von einer hohen Systemgläubigkeit bei den jungen Europäern ausgehen, die sich durch die tief bis in die Popkultur hineinreichende Propaganda des links-liberal geprägten Mainstreams speist. Dazu passt, dass die Jugendlichen  laut „Generation What?“ gegenüber religiösen Institutionen ähnlich misstrauisch sind.

Susanas Abschottungstendenzen  

Begleitend zum Don Bosco Magazin, erscheint bei YouTube immer ein Video; das zur aktuellen Ausgabe ist politischer Sprengstoff. Eine junge Frau aus Spanien, die kurz und knapp als Susana vorgestellt wird, berichtet darin von ihren Erfahrungen als Studentin in Europa, und wagt einen Ausblick in die Zukunft:

Susana aus Spanien
Bildquelle: YouTube (siehe Link )

„Wenn ich an die Zukunft Europas denke, bin ich ein bisschen ängstlich. Wir gehen in eine Richtung, in der wir versuchen wie die USA zu sein. Aber wir sind nicht ein Land, wir können kein vereinigter Staat sein. Wir haben verschiedene Kulturen in verschiedenen Ländern, kleinen Ländern. Und das müssen wir bewahren. Die Traditionen, die Art wie einzelne Länder sich selbst organisieren – das ist ein großer Reichtum. Es ist sehr gut, Beziehungen und Austausch zu haben, umziehen zu können – aber lasst uns unsere Individualität behalten. Das Essen, die Gastronomie, die Getränke, die Religionen – einfach alles.“

Wenn das nicht nach Abschottungstendenzen klingt, dann stellt sich die Frage, was die Multikulti-Prediger des Mainstreams ansonsten darunter verstehen. Was Susana aus Spanien hier fordert, gilt in der BRD als rechtsextrem! Ihre Aussagen könnten genau in diesem Wortlaut von einem AfD-Abgeordneten, oder einem Aktivist der Identitären Bewegung stammen. Für solche Wortmeldungen wird man in der BRD pauschal diffamiert und ausgegrenzt, gleichwohl spricht die junge Spanierin nur Selbstverständlichkeiten aus. Niemand der seine sieben Sinne beisammen hat, wird ihr widersprechen können. Nur skrupellose Ideologen und gewissenlose Geldgeier wären dazu in der Lage. Globalisten, die ein Interesse daran haben, die Nationalstaaten Europas samt ihrer Kultur zu zerstören. 

Oh Susana, deine Worte in Gottes Ohr! Der katholische Priester Hans Milch, war davon überzeugt, dass ein Volk mit seinen Frauen steht und fällt, für ihn war die Frau ihrem Wesen nach die Vertreterin der Menschheit. 

 Das Vermächtnis der Geschichte

In Bezug auf Susana, kann es nicht schaden, an Hans Milch zu erinnern, da er schon vor gut 40 Jahren erkannte, dass in Westeuropa und speziell der BRD, die Weichen für eine totalitäre Gesinnungsdiktatur gestellt werden, und seine düsteren Prognosen haben sich erschreckend präzise bewahrheitet. In einer Predigt vom 07.10.1979, diagnostizierte Hans Milch den „Patienten“ Europa. Dabei kam er schon damals zu einem dramatischen Befund. Die komplette Rede findet man hier. Seine Worte sollten allen Menschen zur Mahnung gereichen, ihre eigene Haltung zum Volk gründlich zu überdenken: 

Pfarrer Hans Milch

„Das Vermächtnis der Geschichte wird nicht mehr gesehen, wird weggeworfen. Das große priesterliche “UND” geht dahin. “UND” verbindet Vergangenheit und Zukunft. Und das priesterliche Organ im Geiste des Menschen, das Vergangenheit und Zukunft verbindet, ist das Gedächtnis. Das Gedächtnis, welches das Vergangene vergegenwärtigt und in die Zukunft hinüber rettet. Nur der ist zukunftsbedeutsam, zukunftsfähig, der aus der Vergangenheit schöpft. Je tiefer die Wurzeln hinein gehen ins Erdreich der Jahrhunderte, umso höher die Wipfel der Zukunftshoffnung und der Zukunftsgestaltung. 

Auch die Menschen sind des Zusammenhangs verlustig gegangen und leben als Zufälle, als Eintagsfliegen daher. Von daher ist auch das Bewusstsein für Volk und Vaterland verloren gegangen, was mit Nationalismus überhaupt nichts zu tun hat. Von daher können die Leute auch nicht verstehen was Europa ist, wenn es wirklich werden soll. Viele sehen in Europa einen Mischmasch, einen Schmelztiegel. Alles wird vermanscht. Es gibt ja keine Vergangenheiten und keine Überlieferungen mehr. Tradition wird gestrichen. Also gibt es auch nicht mehr den Unterschied zwischen den Volkspersönlichkeiten. Und Volk ist etwas, das sich im Einzelnen verwirklicht. Dadurch daß ich Volk bin, bin ich nicht nur 50 oder 60 Jahre alt, sondern jahrhunderte Jahre alt.“

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.